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Bhutan

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die linie: Pema Lingpa

Pema LingpaPema Lingpa, Longchempas versprochene Inkarnation, wurde im bhutanesischen Bhumthang Tal geboren, in eine Linie von Nachfahren tantrischer Priester der Nyingma Schule, die am meisten respektierte Tradition in den östlichen Himalajas. Er war auserkoren einer der berühmtesten heiligen Männer Bhutans zu werden, der vierte unter den 5 Tertön Königen, deren religiöse Hinterlassenschaft bis auf den heutigen Tag das spirituelle Leben des Königtums bestimmt.

Spontan unterwiesen im Dharma nach bloß kurzen Blicken auf die Dakini Schriften, hörte er von frühester Kindheit nicht auf seine Eltern, sondern agierte eher nach unmittelbarer Eingebung. Pema Lingpa war bekannt als der "König der Farce welcher seine Ziele verfolgt". Ein Freund und Lehrer des großen 5. Dalai Lama, lehrte Pema Lingpa in Tibet und Bhutan, brachte Termas an das Tageslicht, hinterließ zusätzliche Funde von vielen Fuß- und Handabdrücken in Felsen als auch eine Linie von physischen Nachkommen, unter anderem den 6. Dalai Lama, die derzeitige Königsfamilie in Bhutan, sowie zahlreiche spirituelle und weltliche Führer in Tibet und Bhutan.

In Träumen führte Guru Rinpoche Pema Lingpa zu vielen seiner Schätze (Termas). Während Guru Rinpoche am Leben war, war die Menschheit noch nicht fortgeschritten genug für das Verständnis seiner religiösen Einsichten. Als die Zeit reif war, führte Guru Rinpoche entsprechende Menschen durch Träume und Visionen zu seinen Schätzen. Die Schatzfinder (Tertöns) bargen diese Termas und übersetzten sie aus der geheimen Schatzsprache in die Sprache ihrer Zeit.

Auf diese Art ausgedrückt, füllte Pema Lingpas Hinterlassenschaft mehr als 20 Bände. Viele seiner Rituale werden stets jährlich zum Wohl Bhutans und der Menschen durchgeführt.

Wie alle großen Lamas vor und nach seiner Zeit, verbrachte Pema Lingpa viel Zeit auf Reisen. Große Lehrer mussten besucht werden, Buddhismus verbreitet, Schüler instruiert, Tempel errichtet, und Spenden gesammelt. Einer der Schätze, welche Pema Lingpa fand, war eine Aufzählung der Gottheiten vor-buddhistischer Religionen. Auf diesen langen Zügen durch das Land wurde Pema Lingpa wiederholt mit den alten, eingesessenen Berggöttern konfrontiert. Einige wenige Gottheiten wollten die Verbreitung des Buddhismus bekämpfen oder den politischen Einfluss der Lamas und versperrten den Weg des heiligen Mannes. Da er durch seine Texte auch die angemessene Art gelernt hatte Rituale für diese Gottheiten abzuhalten, konnte Pema Lingpa sie alle durch Magie bezwingen; sie konnten der magischen Kraft dieses Gegners nicht standhalten.

Pema Lingpa nahm nie Lamas oder Gelehrte als spirituelle Lehrer an. Sein gesamtes Wissen kam durch Visionen oder Träume durch Guru Rinpoche selbst zu ihm. Deshalb repräsentiert Pema Lingpa die reinste Art der Lehre von Guru.

Es wurde gesagt, dass bloße Tropfen von Pema Lingpas Sprache durch Hören befreien konnten. Sein Mitgefühl galt den unglücklichen Wesen, die er unter seinen Schutzmantel nahm mit dem Wunsch, sie in künftigen Leben als Schüler zu nehmen. Guru Rinpoche sagte Pema Lingpas Macht, Lebewesen zu befreien, voraus mit den Worten "Sogar Skeptiker sind nahe dem Ende der zyklische Existenz."

Unter den 5 Tertön Königen, welche alle Lingpa heißen, steht Pema Lingpa für den Westen, die von Amithaba beherrschte Richtung, als dessen Emanation er auch gilt. In manchen Darstellungen des Mandala der verwirklichten Wesen in Akanishta (das Reine Land von Buddha Amithaba und Chenresig), ist Pema Lingpa manchmal als leerer Raum dargestellt; da er alleine unter den Regenten Guru Rinpoches gelobte, im samsarischen Bereich zum Wohle aller fühlenden Wesen zu inkarnieren bis zum letzten Moment des kommenden dunklen Zeitalters.

Zufolge der Prophezeiung von Padmasambhava sollte Pema Lingpa 108 Schätze entdecken. Durch ungünstige Umstände jedoch brachte er bloß 32 Termas erfolgreich hervor. Diese gänzlich intakten Unterweisungen bilden die Grundlage des größten Teils der Buddhistischen Praxis in Bhutan bis auf den heutigen Tag.

1521, nach einem langen und ereignisreichen Leben war seine Zeit gekommen, diese Welt zu verlassen. Überzeugt von seiner Fähigkeit, zahlreiche Seelen vom Wiedergeburtszyklus zu befreien, versprach Pema Lingpa am Totenbett auf sein Recht in Nirvana einzutreten zu verzichten. Stattdessen würde er sich fortwährend neu inkarnieren. Als Pema Lingpa mit 72 Jahren starb, gab es drei Monate lang Regenbogen-Manifestationen, Erdbeben, Blumenschauer und sein Herzrelikt (ein Türkis-Mädchen) schmolz in seinen Sohn Dawa.

Sowohl die Familienlinie als auch die Inkarnationslinie von Pema Lingpa haben seitdem große Meister und Anführer hervorgebracht. Seine natürlichen Söhne und andere Nachfahren waren begehrt als Schwiegersöhne in der lokalen Aristokratie. Durch die Verbindung dieser Elite des spirituellen Lebens mit der alten, einheimischen und erblichen Aristokratie wurde ein neuer Adel erschaffen, dessen Mitglieder bald eine bedeutende Rolle in der Zentralregierung einnehmen sollten. Die derzeitige Königsfamilie und der König von Bhutan stammen von Pema Lingpa ab, sowie dies der Fall des 6. Dalai Lama war. Pema Lingpas Körper, Sprache und Geist Inkarnationen erschienen ohne Unterlass in Tibet und Bhutan, währenddessen die Körperinkarnation ausschließlich in Bhutan geboren wird, immer als der Gangteng Tulku, Oberhaupt der Gangteng Gompa. Jene drei Emanationen Pema Lingpas setzten die Verbreitung dieser außergewöhnlichen Tradition in Bhutan fort und dank Gangteng Tulku jetzt auch im Westen. Wie durch Guru Rinpoche vorhergesagt, wird der Buddhismus in Bhutan erblühen solange Pema Lingpas Körper dort bleibt, wo er sicher eingebettet ist.

Pema Lingpa sagte einst voraus, dass eines Tages ein großartiges Kloster am Eingang eines versteckten Tales stehen würde, schön gelegen bei einem hohen Hügel. Dort steht heute Gangteng Gompa.